- Betriebssysteme und Anwendungen (Third-Party), nicht nur Windows
- Ringe: Pilot → Teilmenge → alle, mit Abstand dazwischen
- Wartungsfenster für Server werden vereinbart, Snapshot vorher
- Ausnahmen sind dokumentiert — mit Grund und Enddatum
- Fehlschläge erzeugen ein Ticket, keine stille Lücke
Patch-Management
Wir halten Betriebssysteme (Windows, macOS, Windows Server, gängige Linux-Distributionen) und Anwendungen (Browser, Office, PDF-Reader, Runtimes, Kommunikations-Clients) aktuell. Firmware und Treiber nach Freigabe. Die Verteilung läuft über den RMM-Agenten auf jedem Gerät; bei Entra-verwalteten Geräten ergänzen Intune-Richtlinien die Windows-Update-Steuerung.
Monatlicher Patch-Report
Je Gerät dokumentiert, was wann lief — und was noch offen ist. Der Report ist das, was Sie Versicherer oder Auditor zeigen können.
- Gerät und Nutzer
- OS-Version und Build
- Fehlende Updates nach Kritikalität
- Letzte erfolgreiche Installation
- Ausnahmen mit Grund und Enddatum
- Compliance-Quote gesamt
Patch-Management — die Parameter.
Werte, die je Kunde festgelegt werden, sind als „wird je Kunde vereinbart" markiert.
Ring 0: unsere eigenen Geräte plus wenige Pilotgeräte beim Kunden · Ring 1: ein Teil der Arbeitsplätze · Ring 2: alle. Abstand zwischen den Ringen typischerweise einige Tage — genug, um Nebenwirkungen zu sehen.
Microsoft-Updates nach dem monatlichen Patchday; Anwendungs-Updates laufend nach Freigabe im Ring 0. Der konkrete Takt wird je Kunde vereinbart.
Aktiv ausgenutzte Schwachstellen (z. B. CISA-KEV-Liste, Hersteller-Notfall-Updates) verlassen den Ring-Rhythmus: Verteilung sofort nach Ring-0-Prüfung, Information an Sie.
Vereinbartes Fenster außerhalb der Arbeitszeit; vorher Snapshot bzw. Backup-Prüfung; Neustart im Fenster; danach Funktionsprüfung der Dienste.
Nutzer werden informiert und können aufschieben — bis zu einer vereinbarten Frist, dann wird der Neustart erzwungen.
Fachanwendungen mit Versionsbindung werden ausgenommen — dokumentiert mit Grund, Verantwortlichem und Enddatum. Ausnahmen ohne Enddatum gibt es nicht.
Automatischer zweiter Versuch; danach Ticket mit Gerät, Update und Fehlerbild. Kein Gerät bleibt unbemerkt zurück.
Womit — und was davon ersetzbar ist.
| Werkzeug | Rolle | Datenstandort | Ersetzbar durch |
|---|---|---|---|
| RMM-Plattform | Agent auf jedem Gerät: Verteilung, Ringe, Neustart-Steuerung, Reporting | EU-Instanz | jedes RMM mit Patch-Modul |
| Intune / Windows Update for Business | Update-Richtlinien für Entra-verwaltete Geräte | Ihr Microsoft-Tenant | Gruppenrichtlinien (lokales AD) |
Was wir bewusst nicht tun
- Keine Verteilung ohne Ring — auch nicht, wenn es „nur ein kleines Update" ist
- Keine Firmware- und BIOS-Updates ohne Freigabe und Backup
- Keine Server-Updates ohne Wartungsfenster und Snapshot
- Keine Ausnahme ohne Enddatum
Voraussetzungen bei Ihnen
- RMM-Agent auf jedem Gerät (wird beim Onboarding ausgerollt)
- Vollständiges Geräte-Inventar
- Vereinbarte Wartungsfenster für Server
- Kontakt beim Kunden, der Ausnahmen freigibt
Fragen aus der IT
Unsere Fachanwendung läuft nur mit einer bestimmten Java- oder Browser-Version. Was dann?
Dann wird genau diese Komponente auf den betroffenen Geräten ausgenommen — dokumentiert mit Grund und Enddatum — und alles andere weiter gepatcht. Wir fragen beim Hersteller nach, wann die Bindung fällt, und tragen das Datum ein.
Was passiert bei einer aktiv ausgenutzten Schwachstelle?
Sie verlässt den normalen Rhythmus: Prüfung im Ring 0, dann sofortige Verteilung, Information an Sie mit betroffenen Geräten und Stand. Wenn ein Neustart nötig ist, sagen wir das dazu.
Patchen Sie auch Linux-Server?
Ja — gängige Distributionen über den Agenten oder den Paketmanager im vereinbarten Fenster. Kernel-Updates mit Neustart planen wir wie Windows-Server-Fenster.
Können Mitarbeiter Neustarts aufschieben?
Ja, bis zu einer vereinbarten Frist. Danach wird neu gestartet — mit Vorwarnung, aber ohne weitere Verlängerung. Ein Update, das nie aktiv wird, ist keins.